
Die Universität Zürich mit dem Fachbereich Chemie-Biochemie (FCB) sowie die ETH Zürich mit dem Departement Chemie und Angewandte Wissenschaften (D-CHAB) und dem Departement Materialwissenschaft (D-MATL) haben sich entschieden, im IYC 2011 gemeinsame Anlässe durchzuführen. Dabei sollen möglichst alle Bevölkerungsgruppen im Raum Zürich angesprochen werden, insbesondere Familien, Schüler, Lehrer, sowie auch Medien, Politik oder Behörden.
Es werden diverse gemeinsame öffentliche und für ausgewählte Gäste gestaltete Anlässe organisiert. Der Höhepunkt wird der "Tag der Chemie" werden, an dem die Universität Zürich Irchel und die ETH Hönggerberg ihre Gebäude einem breiten Publikum öffnen werden.
Das Internationale Jahr der Chemie (IYC 2011) soll eine Gelegenheit sein, der breiteren Öffentlichkeit die Bedeutung der Chemie aufzuzeigen und Vorurteile abzubauen. Denn nach wie vor denken viele Menschen, dass chemische Prozesse gefährlich und zum Beispiel für die Umweltverschmutzung verantwortlich sind. Mit dem Titel unserer Veranstaltung «Kulturleistung Chemie» möchten wir veranschaulichen, was Chemie als zentrale naturwissenschaftliche Disziplin beispielsweise für die Menschheit leistet. So wird deutlich, dass ohne Chemie modernes Leben undenkbar wäre.
Die Universität Zürich wird ihre Anlässe unter dem Themenkreis "Duftstoffe, Kunststoffe, Farbstoffe" durchführen. Duftstoffe, Kunststoffe und Farbstoffe sind Leistungen der Chemie, die aus unserem Alltag nicht wegzudenken sind und ihn zudem farbiger und schöner machen. Vorträge von Fachleuten aus diesen Gebieten der Chemie werden aus ungewohnter und unterhaltender Perspektive ihre interessanten und wissenswerten Seiten zeigen. Parallel dazu geben Laborführungen und Ausstellungen der chemischen Forschungsgruppen an der UZH Einblick in topaktuelle Forschungsthemen. Dabei können nicht nur Laborluft geschnuppert, sondern auch mit jungen Forschern über ihre Ausbildung, Arbeit und die Faszination Chemie diskutiert werden. Es soll hautnah gezeigt werden, wie Chemie funktioniert, was die chemische Forschung zur Lösung globaler Fragen leisten kann und wie die Chemie mit Kultur verbunden ist. Da Feuerwerk eine traditionelle Kulturleistung der Chemie ist, wird der Tag entspannt mit einem professionellen Barockfeuerwerk im Irchelpark abgeschlossen werden.
Die ETH Zürich zeigt unter der Thematik "Werkstoffe, Wirkstoffe, Naturstoffe" ein abwechslungsreiches Programm. In populärwissenschaftlichen Vorträgen wird Wissenswertes zu Dopingtests beim Ausatmen, neuen metallischen Werkstoffen, Impfstoffen, Freien Radikalen und Nanopartikeln berichtet. «Molekulares Kochen» mit Profis und «Comedy» mit Fabian Unteregger sind weitere Programmpunkte. Es können moderne Laborstationen besichtigt und eine unterhaltsame Experimentalvorführung mit verblüffenden Phänomenen aus der Chemie erlebt werden. Auch das Informationszentrum, die Werkstatt, der HCI-Shop sind geöffnet, Studenten informieren über Studienangebote und studentische Vereinigungen. Für die Kinder, die gern einmal in die Rolle eines Forschenden schlüpfen wollen, sind zahlreiche Versuche zum «Selber Experimentieren» organisiert. Ausserdem ist „Globi“ zu Gast und signiert sein neues Buch. Daniel Fankhauser und die Musikplattform der ETH Zürich bieten ein musikalisches Programm mit «Klaviersound» und «Notenfeuerwerk».